Horsemanship - a way of life

Horsemanship ist in erster Linie eine Lebenseinstellung in der Arbeit mit Pferden. Dazu gehören unter anderem die fortgeführte Bereitschaft etwas neues zu lernen – every horse is different; die Pferde wie Pferde zu behandeln und ihnen damit auch eine artgerechte Haltungsform zur Verfügung zu stellen; das Zuhören und Beobachten – das Lesen der Pferde; die Zusammenhänge zu erkennen – von der Hufstellung bis zur Kopf Hals Position; überlegtes und konsequentes Handeln – sowohl im täglichen Umgang wie in der Ausbildung und dem Training; die eigene Körpersprache und Aussenwirkung begreifen und daran arbeiten die richtigen Signale zu senden; die Bereitschaft zur Selbstreflektion und die damit einhergehende Korrektur des eigenen Verhaltens; Verantwortung zu übernehmen für eigene Entscheidungen – aber auch die Bereitschaft dem Pferd Vertrauen zu schenken und loszulassen; und last but not least – die Kontrolle der eigenen Emotionen.

Alles in allem Dinge, die der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit dienen können.

Horsemanship ist keine Trainingsmethode im üblichen Sinn. Es versteht sich als Hilfestellung das Pferd aus Sicht des Pferdes zu sehen und zu begreifen und mit dieser Hilfe an der Kommunikation zu arbeiten. Eine gewollte Kommunikation zwischen Pferd und Mensch. Ziel ist eine Vereinigung, eine Einheit, eine Harmonie zwischen Pferd und Mensch zu bilden. Immer wieder wird und wurde der Versuch einer Vereinnahmung des Begriffs durch Organisationen oder Individuen gemacht. Auch durch das gerichtliche Schützen des Begriffs. Das hat jedoch nichts mit den Begründern des Horsemanship, den Brüdern Tom Dorrance und Bill Dorrance, zu tun. Erst durch Ray Hunt, einem Schüler von Tom Dorrance, wurde das Horsemanship einem größeren Publikum zugänglich gemacht. Tom Dorrance selbst vermied es, zu sehr in der Öffentlichkeit zu stehen. Buck Brannaman, Schüler von Ray Hunt, lehrt heute noch in direkter Nachfolge dieser Horsemen. Die Wurzeln dessen was wir Horsemanship nennen, liegen in der Arbeitsreitweise der Cowboys, Buckaroos und Vaqueros des Great Bassin. Es wird sowohl im Snaffle Bit als auch im Bosal bis hin zum Spadebit ausgebildet und geritten. Das Schnurhalfter dient als Basis im Training am Boden. Häufig zusammen mit der Flag. Diese besteht aus einem Stück Stoff am Ende eines etwa 1,5 Meter langen Sticks.

Es gibt 3 Bücher von den Ursprüngen des Horsemanship. Geschrieben von den Dorrance Brüdern und von Ray Hunt. Das Buch von Ray Hunt gibt es in einer deutschen Übersetzung. Der Link hinter den Büchern führt zur Seite von Tom Dorrance. Hier kann man auch heute noch diese Bücher direkt bestellen. Die deutsche Übersetzung findet man mit der angefügten ISBN Nummer im Web.

Tom Dorrance, True Unity

ISBN: 978-0985083908

www.tomdorrance.com

Ray Hunt, Think Harmony With Horses

ISBN: 978-0914330158

Deutsche Übersetzung, Harmonie mit Pferden

ISBN: 978-3891180679

www.rayhunt.com

Bill Dorrance, True Horsemanship Through Feel

ISBN: 978-1599210568

www.billdorrance.com

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